Erlkönig Porsche Taycan Cross Turismo Stefan Baldauf
Erlkönig Porsche Taycan Cross Turismo
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Erlkönig Porsche Taycan Cross Turismo 61 Bilder

Erlkönig Porsche Taycan Cross Turismo (2020)

Luxus-Elektro-Kombi frisch erwischt

Der Elektrosportwagen Taycan ist präsentiert, jetzt testet Porsche dessen Shootingbrake-Version Cross Turismo. Nun ist der „Kombi“ mit nur noch leichter Tarnung erwischt worden.

Der Taycan Cross Turismo verfügt wie seine Coupé-Bruder (>>> hier sieben bemerkenswerte Fakten zum Taycan) über eine eigene Elektroplattform. Zwei permanent erregte Elektromotoren – pro Achse ein Motor – geben die Power über Torque Vectoring an alle vier Räder ab. Der Turbo S kommt dabei auf 761 PS inklusive Overboost und verfügt über eine Reichweite zwischen 388 und 412 Kilometer. Als Turbo stehen dem Cross Tursimo 680 PS sowie eine Reichweite von bis zu 450 Kilometer zur Verfügung. Im Taycan 4S sind es 530 PS und maximal 407 Kilometer. Den Spurt von Null auf 100 km/h absolviert der „Kombi“ je nach Ausführung in zwischen 4,1 und 2,9 Sekunden, nach weniger als 12 Sekunden liegt Tempo 200 an.

Porsche Taycan Cockpit
Porsche
Das Cockpit des Taycan Cross Turismo unterscheidet sich nicht von dem der Limousine.

In vier Minuten für 100 km „getankt“

Die Lithium-Ionen-Akkus sind zwischen den Achsen untergebracht. Um trotz der niedrigen Fahrzeughöhe eine angenehme Sitzposition zu schaffen, wurden „Fußgaragen“ geschaffen. Hier hat Porsche in der Bodengruppe vier quaderförmige Räume freigelassen, in denen keine Batteriezellen verbaut sind.

Das Akku-Paket besteht aus 396 Zellen und arbeitet in einem Temperaturfenster von 20 bis 40 Grad Celsius optimal. Als Highlight verfügt der Taycan Cross Turismo über eine 800-Volt-Technik, die sich durch verkürzte Ladezeiten auszeichnet. So soll die Batterie in 15 Minuten zu 80 Prozent geladen werden können. Entsprechend liegt für 100 Kilometer Reichweite eine Tankzeit von vier Minuten an. Allerdings befindet sich das Schnellladenetzwerks noch im Aufbau, derzeit gibt es Schnelllader mit Leistungen bis zu 250 kW pro Säule. ein erster Prototyp schafft über 400 kW.

Aufpreis: 7.000 Euro

Optisch wird das Serienmodell ganz dicht an der Mission E Cross Turismo-Studie bleiben. Der Viertürer kommt mit konventionell angeschlagenen Türen mit rahmenlosen Fenstern. Die Fensterlinie an der Seite steigt an und mündet in kräftig ausgestellten Kotflügeln. Die Tarnung des Erlkönigs suggeriert hier einen andere Form. Das Heck zeigt sich steil mit Dachkantenspoiler und glattem Diffusorelement.

Wie beim Taycan gibt es den Cross Turismo in den Modellversionen „Turbo“ und „Turbo S“ sowie „4S“ mit Allrad, die zuerst an den Start gehen. Es folgt die Top-Version GTS und die Einsteigerversionen Carrera. Die Preise liegen etwas über denen der Limousine, die derzeit bei 105.607 Euro für den Taycan 4S starten und bis 185.456 Euro für den Turbo S reichen. Wir erwarten, dass Kunden für den Cross Turismo mindestens 7.000 Euro Aufpreis berappen müssen.

Studie Porsche Mission E Cross Turismo

Auf dem Genfer Autosalon 2018 hatte Porsche die Konzeptstudie Mission E Cross Turismo präsentiert. Der Mission-E-Concept-Car nutzte das zu einer für einen Viersitzer bemerkenswerten Höhe von nur 1,3 Meter. Der Cross Turismo ist technisch identisch, bietet in seiner Kombikarosse aber mehr Raumkomfort und reckt sich auf 1,42 Meter – ziemlich genau die Höhe des Panamera Sport Turismo. Seine Luftfederung erlaubt es, die Bodenfreiheit per Knopfdruck um 5 Zentimeter zu erhöhen.

Porsche Mission E Cross Turismo
Porsche
Der Mission E Cross Turismo ist technisch identisch mit der Studie von 2015.

Mit 4,95 Meter ist er aber 10 Zentimeter kürzer als der aktuelle Reise-Porsche. Optisch wirkt er deutlich gedrungener, sein Interieur dürfte aber dank der Platz sparenden E-Antriebstechnik (Motoren vorn und hinten in Achsnähe) mehr Platz für Passagiere und Gepäck bieten. Auch bei Einstieg und Beladung ist die größere Höhe hilfreich. Hinter der großen Heckklappe wartet im mit Karbon ausgekleideten Kofferraum des Concept Cars eine Drohne auf einem ausklappbaren Tragrahmen.

Davon abgesehen ist der Cross Turismo innen erheblich realistischer als der ersten Mission E von 2015 und sieht aus wie ein glaubhaft modernisiertes Porsche-Interieur der nahen Zukunft: durchgehendes, klares Armaturenbrett, kräftige Mittelkonsole. Vor dem klassischen Porsche-Lenkrad zeigen digitale Instrumente auf einem Curved Display in 911-Optik, das wie im Klassiker links und rechts über den Durchmesser des Lenkrads hinausragt, die wichtigsten Informationen. Die Motordrehzahl, bislang zentral, gehört allerdings nicht mehr dazu. Ihren Platz nimmt im Concept Car die Reichweite ein.

Fahrbericht: Porsche Taycan

Porsche Taycan, Exterieur
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Der Beifahrer muss nicht neidisch sein: Sein Bildschirm zieht sich über die gesamte Breite der Beifahrerseite und lässt sich ebenfalls per Eye-Tracking steuern. Mittels Touch-Funktion kann der Beifahrer verschiedene Apps bedienen und so Funktionen wie Medien, Navigation, Klima und Kontakte steuern. Ein Touch-Bedienfeld in der Mittelkonsole mit detaillierten Informationsmenüs komplettiert die Displaylandschaft. Außerdem sitzen kleine Touch-Screens in den multifunktionalen Fensterheber-Modulen (für Sitzverstellung und Komfortfunktionen des Sitzes) und in den lamellenlosen Luftausströmern rechts und links im Armaturenträger. Dort lässt sich zum Beispiel durch Wischen von links nach rechts die Stärke der Lüftung erhöhen. Schick: Die Türverkleidungen bestehen aus 3D-Elemente mit einer strukturierten Oberfläche, die zusammen mit der farblich verstellbaren Ambiente-Beleuchtung interessante Effekte erzeugt.

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